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09.07.2009

Schnelle Hilfe bei plötzlichen Schmerzen

Brustschmerzambulanz am Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg in Bernau Herzzentrum

Als Brustschmerzzentrum – „Chest Pain Unit“ – zertifiziert wurde jetzt das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg in Bernau. Bislang erkannte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung insgesamt nur zehn Einrichtungen in ganz Deutschland diesen Titel zu. Das Herzzentrum Brandenburg in Bernau ist die zweite Klinik in Berlin und Brandenburg, die sich so bezeichnen darf.

Mithilfe hoch spezialisierter „Chest Pain Units“ können Ärzte besser und schneller die Ursachen für plötzlich auftretende Schmerzen im Brustraum erkennen und behandeln. „Schnellstmöglich wird diagnostiziert, woher der Schmerz kommt und schnellstmöglich wird mit der erforderlichen Behandlung begonnen. Bei einem Herzinfarkt können Minuten über Leben und Tod entscheiden“, sagt Privatdozent Dr. Christian Butter, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie. Patienten mit akuten Herzbeschwerden können jederzeit, das heißt an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr, in die Brustschmerzambulanz kommen. Dort werden sie sofort von einem Kardiologen untersucht. „Eine Grundvoraussetzung für eine Anerkennung als Chest Pain Unit war, dass vier Interventionskardiologen jederzeit eingesetzt werden können. Diese speziell ausgebildeten Fachärzte können jede Form des Herzinfarktes behandeln und beherrschen jede Kathetertechnik“, informiert Chefarzt Butter. In einem extra Bereich stehen sieben Überwachungsplätze in unmittelbarer Nähe zu den Herzkatheterlaboren zur Verfügung. Schließlich beginnt nach einem Herzinfarkt ein Wettlauf mit der Zeit. Wie dieser ausgeht, entscheidet sich in den ersten Stunden. Je schneller also die Behandlung beginnt, desto Erfolg versprechender ist sie.

Jedoch muss nicht immer ein Herzinfarkt Auslöser von Schmerzen in der Brust sein. „Auch eine Lungenembolie oder eine Rippenfellverletzung, um nur zwei Beispiele zu nennen, führen dazu“, so Dr. Christian Butter. Wichtig sei daher die Kooperation mit den anderen Fachabteilungen des Krankenhauses und mit niedergelassenen Ärzten, damit die jeweiligen Ursachen so schnell und so strukturiert wie möglich erkannt werden können. Voraussetzung für die Zertifizierung als Brustschmerzzentrum ist auch, dass verschiedene bildgebende Verfahren und Untersuchungsmethoden wie Ultraschall des Herzens, Computertomografie, Röntgen oder Magenspiegelung rund um die Uhr angeboten werden. „In Bernau erfüllen wir alle Anforderungen und arbeiten nach den von einem Expertengremium festgelegten strengen Leitlinien“, betont der Chefkardiologe.

Wenn sich nach der Untersuchung in der Ambulanz herausstellt, dass der Schmerz nicht bedrohlich ist, kann der Patient beruhigt wieder nach Hause gehen. Sichergestellt wird jedoch, dass er möglichst bald in einer entsprechenden Facharztpraxis weiterbehandelt wird. Dazu gibt es Vereinbarungen mit niedergelassenen Ärzten.

Patienten mit akuten Brustschmerzen können sich – mit oder ohne Überweisung vom Hausarzt – jederzeit in der Rettungsstelle des Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhauses und Herzzentrums Brandenburg in Bernau, Ladeburger Straße 17 melden. Sie werden dann schnellstmöglich in der Brustschmerzambulanz untersucht. Diese ist unter Tel. (0 33 38) 69 46 20 zu erreichen.

 
 
 
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