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14.05.2014

Video-Tipp: Wurmeier im Einsatz gegen Rheuma

Eine aktuelle Studie am Immanuel Krankenhaus Berlin untersucht die Wirksamkeit einer Behandlung von Rheumapatienten mit den Eiern des Schweinepeitschenwurms. Ein Beitrag hierzu lief am 13.05. im NDR-Magazin "Visite" und steht nun in der Online-Mediathek.
Immanuel Krankenhaus Berlin - Nachrichten - Video-Tipp NDR Visite Wurmeier im Einsatz gegen Rheuma

Bei der Autoimmunerkrankung rheumatoide Arthritis greifen fehlgeleitete Abwehrkörper gesundes Gewebe an und verursachen in den Gelenken zerstörerische Entzündungen. Eine mögliche Ursache für die Erkrankung beschreibt die sogenannte Hygienetheorie. Sie besagt, dass der hohe Hygienestandard unserer modernen Gesellschaft zwar vor vielen gefährlichen Infektionen schützt, doch fehlt unserem Organismus der "gesunde" Kontakt zu Parasiten und Würmern. Infolge dessen treten gehäuft Allergien und Autoimmunerkrankungen auf.

Am Immanuel Krankenhaus Berlin untersuchen Mediziner um Prof. Dr. med. Andreas Krause zur Zeit eine zunächst vielleicht etwas abstoßend klingende Behandlungsmethode: sie verabreichen Rheumapatienten eine Lösung mit den gereinigten Eiern des Schweinepeitschenwurms. Im Rahmen einer klinischen Studie in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin nimmt eine Patientengruppe alle 14 Tage ein Präparat mit den Wurmeiern zu sich, während eine zweite Kontrollgruppe ein Scheinpräparat erhält. Die Behandlung mit den Würmern soll eine Umstrukturierung des Immunsystems im Darm bewirken, die verirrten Abwehrkörper wieder in die richtige Bahn schicken und so dauerhaft eine entzündungshemmende Wirkung erzielen. Die TSORA-Studie läuft aktuell, erste Auswertungen werden für Anfang 2015 erwartet.

In der Sendung "Visite" des NDR vom 13. Mai erklärte Prof. Dr. med. Andreas Krause, Chefarzt der Abteilung für Rheumatologie und klinische Immunologie am Immanuel Krankenhaus Berlin, wie die Studie praktisch durchgeführt wird und was dabei im menschlichen Körper passiert. Eine Studienteilnehmerin berichtet zudem von ihren bisherigen Erfahrungen mit der Behandlung und dass es, entgegen allen Befürchtungen, gar nicht schlimm ist, die Lösung mit ca. 2500 Wurmeier herunterzuschlucken.

Sie finden den Beitrag in der Mediathek des NDR

Weitere Informationen zur TSORA-Studie am Immanuel Krankenhaus Berlin

 
 
 
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