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26.05.2015

Psychiatrie Rüdersdorf für sicheren Umgang mit Arzneimitteln ausgezeichnet

Die Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Immanuel Klinik Rüdersdorf erhielt das Qualitätssiegel des Instituts für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie e.V.

„Medikamente im Krankenhaus helfen dem Patienten gesund zu werden. Sie bringen aber auch Risiken mit sich: unerwünschte Arzneimittelwirkungen, sogenannte Nebenwirkungen, und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Diese haben häufig erhebliche Konsequenzen für die Gesundheit der Patienten und für den Heilungsverlauf der Erkrankung. Die Häufigkeit der Komplikationen nimmt mit der Anzahl der gegebenen Medikamente zu, sodass insbesondere die Polypharmazie gut überwacht werden muss“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Heinze, Chefarzt der Immanuel Klinik Rüdersdorf, Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Seit vier Jahren beteiligt sich die Abteilung im Rahmen der Qualitätssicherung an der Arbeit des Institutes für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie e.V. (AMSP). Mit Erfolg: Am 7. Mai wurde der Hochschulklinik der Medizinischen Hochschule Brandenburg das Qualitätssiegel für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie verliehen.

Ziel des AMSP-Projekts, an dem mehr als 70 Kliniken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen, ist die Verbesserung der Arzneimittelsicherheit bei der Behandlung psychiatrischer Patienten. In den Projektkliniken werden fortlaufend die schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) unter Psychopharmaka erfasst, derzeit vor allem im stationären Bereich.

Durch sorgfältige Dokumentation und Diskussion der erfassten UAW-Fälle in Fallkonferenzen, unter besonderer Berücksichtigung möglicher Risikofaktoren, wird das Wissen um unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei den behandelnden Ärzten verbessert. Darüber hinaus wird durch Stichtagsmessungen der Verbrauch an Arzneimitteln überwacht und mit den anderen beteiligten Kliniken verglichen.

„Es ist für uns als Klink selbstverständlich und von größter Bedeutung, den Aufenthalt für unsere Patienten so sicher wie möglich zu gestalten. Durch umfangreiche Maßnahmen, die mit einem Patientenidentifikationsarmband bei der Aufnahme beginnen und sich beispielsweise über Sicherheitschecklisten vor und während der OP, die kontinuierliche Überwachung aller Hygienemaßnahme und Beinahe-Fehler mittels CIRS (Critical Incident Reporting System) fortsetzen, haben wir Strukturen geschaffen, die die Patientensicherheit in der Immanuel Klinik Rüdersdorf stärken und fördern. Die Auszeichnung ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Patientensicherheit“, freut sich Alexander Mommert, Geschäftsführer der Klinik.

 
 
 
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