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19.05.2015

Lese-Tipp: Zu viel Eiweiß tut auch nicht gut

Dr. med. Rainer Stange weist in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 10. Mai 2015 auf mögliche Gesundheitsrisiken, wie Diabetes und Rheuma, bei einer übermäßig eiweißhaltigen Ernährung hin.

Dr. med Rainer Stange ist Internist und Experte für Naturheilverfahren und physikalische Therapie.

Neue Ernährungstrends wie "Clean Eating", "Paleo" oder vegan versprechen allerhand Vorteile für die Gesundheit. Nicht jede dieser Diäten ist jedoch uneingeschränkt zu empfehlen, da sie schnell zu einer einseitigen Nährstoffaufnahme verleiten. Dr. Rainer Stange weist in dem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf Gefahren hin, die beispielsweise bei einer zu stark eiweißbetonten Ernährung auftreten können. 

Um einen Überblick zu schaffen, werden in dem Artikel zunächst die drei genannten Ernährungsformen erläutert: 

Vegan ist dabei wohl die bekannteste und meint schlicht den vollständigen Verzicht auf tierische Produkte. Durch das Ausbleiben von Eiweißquellen aus Fleisch, Fisch, Eiern oder Milchprodukten, hätten Veganer einen eher niedrigen Eiweißhaushalt und müssten diesen durch Tofu oder Hülsenfrüchte, wie etwa Linsen, ausgleichen. 

"Clean Eating" sei erstmals in einem 2007 veröffentlichtem Buch der kanadischen Ernährungstherapeutin Tosca Reno behandelt worden. Wie der Name bereits vermuten lässt, gehe es darum möglichst viele "saubere", das heißt unbehandelte und frisch verarbeitete Lebensmittel zu essen und auf Zusatzstoffe verzichten. Mittlerweile ist dieses Ernährungskonzept in zahlreichen Blogs, Kochbüchern und Ernährungsratgebern aufgegriffen worden und findet vor allem in den USA begeisterte Anhänger. Ganz neu ist diese Idee natürlich nicht, erinnert sie doch stark an die Vollwertkost, wie sie schon von frühen Ernährungsreformern proklamiert wurde.

Essen wie die Steinzeitmenschen

Noch nicht ganz so bekannt ist "Paleo", eine Diät, die sich an den Ernährungsgewohnheiten unserer steinzeitlichen Vorfahren orientiert. Erlaubt sei Fleisch in allen Varianten und Lebensmittel, die nicht den Prozess der Agrarkultur oder gar der Lebensmittelindustrie durchlaufen haben. Auf den Teller kommen, neben Steak und Schnitzel, also Eier, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen. Auch hier wird auf Zusatzstoffe gänzlich verzichtet. 

Kohlenhydrate aus Kartoffeln, Nudeln oder Reis spielen bei Paleo keine Rolle, hingegen werden große Mengen Fleisch verzehrt - deutlich über der empfohlenen Menge, die laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei 300 bis 600 Gramm pro Woche liege. Dr. med. Rainer Stange kann verstehen, warum sich Paleo so großer Beliebtheit erfreut, Nahrungsmittel mit eher schlechtem Ruf seien plötzlich erlaubt. Er warnt jedoch gleichzeitig vor einer zu hohen Eiweißzufuhr. 

Wie viel Eiweiß ist zu viel?

Eine renommierte Studie habe gezeigt, dass das Diabetes-Risiko um 30 Prozent steigt, wenn nur 5 Prozent der aufgenommenen Kohlenhydrate oder Fette durch Eiweiß ersetzt würden. Außerdem steige auch das Risiko für rheumatische Erkrankungen, wie es in dem Artikel heißt. Auch im Hinblick auf eine Gewichtsreduktion sei eine einseitige Ernährung, wie sie etwa bei Paleo vorgeschrieben wird, eher hinderlich. Die vielen Verbote riskierten eine höhere Abbrecherquote und ein Rückfall in alte Gewohnheiten. 

Das Fazit des Artikels lautet also: auf eine ausgewählte Mischung kommt es an. Am besten sei dabei eine Kombination aus Eiweiß und hochwertigen Kohlenhydraten aus Vollkornprodukten und Gemüse, wie es bereits durch verschiedene Studien bestätigt wurde. 

Lesen Sie hier den vollständigen Online-Artikel auf der Website der Frankfurter Allgemeinen

Weitere Informationen zur Ernährung finden Sie auf der Website der Abteilung Naturheilkunde:
 
 
 
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