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05.11.2007

Lebenswerte Lebenswelten - Grundsteinlegung Seniorenzentrum Schöneberg

Am Freitag Mittag fand vor rund 120 Gästen die feierliche Grundsteinlegung des neuen Seniorenzentrums Schöneberg an der Hauptstr. 121 statt.

Auf den Tag genau vor 60 Jahren, am 05.10.1947, wurde auf dem Nachbargrundstück das Hospital Feierabendheim eröffnet - neben dem stadtbekannten Ball- und Veranstaltungszentrums „Prälat Schöneberg“. Das neue „Seniorenzentrum Schöneberg“ der Immanuel Diakonie Group wird 20 Seniorenwohnungen des betreuten Wohnens, 52 Zimmer der vollstationären Versorgung sowie eine Gewerbezeile im Erdgeschoss an-bieten. Der sechsgeschossige Neubau kostet rund 7,4 Millionen Euro und wird im November 2008 eröffnet werden.

„Vor 60 Jahren zogen die ersten Bewohner in das Hospital Feierabendheim. Wir wollen auch heute mit dem Neubau nicht nur Wohnungen schaffen, sondern Lebensräume. Wir möchten den Menschen ein Zuhause zum Leben, Genießen und Feiern geben. Die Pflegeeinrichtungen für alt gewordene Menschen wurden in letzter Zeit oft kritisiert. Dabei können engagierte Träger wie die Immanuel Diakonie Group lebenswerte Lebenswelten schaffen – ohne Fördermittel, aber mit viel Engagement. Mit dem Alter kommen für Senioren teilweise erhebliche Einschränkungen. Unsere zentrale Aufgabe ist es, trotz dieser Einschränkungen eine bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen. Deshalb wollen wir mitten im Leben, mitten im Kiez und Berlin durch eine entsprechende Betreuung und Architektur und mit christlicher Nächstenliebe lebenswerte Lebenswelten schaffen. Nicht umsonst heißt unser Leitsatz „… dem Leben zuliebe“, so der Geschäftsführende Direktor der Immanuel Diakonie Group, Mag. theol. Elimar Brandt. „ An Gottes Segen ist alles gelegen … Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. …“ so zitierte Michael Noss, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg den Psalm 127 aus der Bibel als Orientierung auch für dieses Bauvorhaben. „Wir befinden uns hier an der Urstätte, den Wurzeln der Immanuel Diakonie Group und sehen, wie wir die Zukunft gestalten. Es gibt wohl nur wenige Orte, an denen die Ver-bindung der diakonischen Arbeit und der Gemeinde so stark sind, wie an diesem Ort. „Wir orientieren uns an der Würde des Menschen und an dem Wort Gottes über die Schöpfung. Gottes Segen gibt uns dabei Kraft, Geborgenheit und innere Stärke, neue Wege zu gehen und gewohnte Wege zu verlassen,“ führte Noss weiter aus. Der Architekt Heinrich Bargon erläuterte das Bauvorhaben. Angesichts des demographischen Wandels werde nach Schätzungen die Anzahl der Pflegebedürftigen von heute 2,2 Millionen auf 4,8 bis 5 Millionen im Jahr 2050 steigen. Deshalb seien zukunftsfähige Konzepte und ergänzende Infrastrukturen notwendig. Der Neubau kombiniere die Vor-teile des betreuten Wohnens und einer vollstationären Einrichtung. Beide Bereiche befänden sich unter einem Dach, jedoch räumlich wie vom Zugang her getrennt. Das sechsgeschossige Gebäude werde eine Länge von 55 Metern und eine Höhe von gut 22 Metern haben. Eine Besonderheit sind die weit ausladenden typischen Berliner Erker, die an dem Neubau realisiert werden. Die Zimmer erhalten dadurch besonders viel Licht und schöne Ausblicke. Das Hospital Feierabendheim war die erste Einrichtung der heutigen Immanuel Diakonie Group. Das Angebot im Bereich Altenpflege und –hilfe umfasst heute alle wichtigen Bereiche von der Diakoniestation über betreutes Wohnen bis hin zu vollstationären Pflegeeinrichtungen. Die Immanuel Diakonie Group ist an rd. 50 Standorten mit knapp 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv. Gesellschafterin ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg K.d.ö.R.

 
 
 

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