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01.03.2011

Einen alten Baum kann man doch verpflanzen

Jubilarin im Seniorenzentrum Berlin Schöneberg 100 Jahre alt

Else Hebel an ihrem Ehrentag

Else Hebel feiert ihren 100. Geburtstag am 28. Februar 2011 im Seniorenzentrum Berlin Schöneberg bei bester Gesundheit. Aufrecht stehend begrüßt Sie die Gratulanten, die zu ihrem großen Tag gekommen waren. Der Gehstock mit dem silbernen Knauf steht in der Ecke, Else Hebel braucht ihn nicht.

Auf die Frage, wie man es schafft 100 Jahre alt zu werden, lacht Else Hebel nur. „Ich habe nicht gesund gelebt, ich habe gelebt wie alle Anderen auch“. Es geht ihr gut. Dabei ist Else Hebel erst im September 2010 in das neue Seniorenzentrum gekommen. Bis dahin hat sie allein in Ihrer Wohnung in Kassel gelebt, seit ihr Mann 1994 verstorben war.

In Berlin lebt Ihre Tochter und so hat Else Hebel es vorgezogen, doch noch einmal umzuziehen, als es alleine zu beschwerlich wurde. „Einen alten Baum kann man eben doch verpflanzen“ sagt Tochter Anna Hebel-Hebener, die natürlich am Geburtstag ihrer Mutter ins Seniorenzentrum gekommen ist. „Wissen Sie, wenn ich ab und zu mal hingefallen bin, dann war es meiner Tochter doch zu weit, um schnell von Berlin nach Kassel zu kommen“, sagt die zierliche, gepflegte alte Dame mit ihrem unnachahmlichen Lächeln. Die Wohnung in Kassel hat die rüstige Jubilarin „nur zugeschlossen, aber es ist noch alles da.“ Natürlich ist es Else Hebel schwer gefallen, die eigenen vier Wände aufzugeben.

Aber Else Hebel fühlt sich wohl im Seniorenzentrum der Immanuel Diakonie Group. Ich bin zufrieden sagt sie und: „Ich habe sogar schon eine Freundin gefunden, die Frau Böhm, die wird demnächst 101“.

Als der Chor der Pflegekräfte mit Gitarre ins Zimmer kommt und ein Geburtstagsständchen zum Besten gibt, ist die Freude groß. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gratulieren herzlich und natürlich gibt es auch ein Geschenk – und die Berliner Morgenpost vom 28. Februar 1911. Frau Hebel liest noch jeden Tag interessiert die Tageszeitung.

Else Hebel ist der lebende Beweis dafür, dass Humor und Gelassenheit die besten Zutaten sind, um rüstig und fröhlich ein so hohes Alter zu erreichen. „Ich nehm es immer so, wie es kommt“ sagt sie und bedankt sich herzlich bei allen Gratulanten und dem kleinen Chor, der weiterzieht, um zwei weitere Geburtstagsständchen zum Besten zu geben.

Weitere Informationen über das Seniorenzentrum Berlin Schöneberg unter http://www.immanuel.de/einrichtungen/schoeneberg

 
 
 
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