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19.02.2009

Würdiges Sterben in Berlin – braucht ein Hospiz Grabstellen?

Menschen sterben – in einem Hospiz behütet. Dazu tragen die Ehrenamtlichen maßgeblich bei. Im Jahr 2007 begleitete eine Ehrenamtliche im Diakonie-Hospiz Wannsee eine Schauspielerin in ihrer letzten Lebensphase. Wichtige Fragen waren dabei: Was passiert mit mir nach dem Tod? Wo wird mein Körper ruhen? Ich habe keine Angehörigen mehr, wer kümmert sich um meine Grabstätte?

Aus der intensiven Begegnung entstand die Idee einer Grabstelle für im Hospiz Verstorbene. Viele Hürden mussten genommen werden. Man fand eine alte, würdige und geeignete Familiengrabstätte auf dem Friedhof in der Lindenstraße in Wannsee. Wichtige Voraussetzungen waren gegeben: Die Grabstätte kann als Reihenurnengrab genutzt und der alte wunderschöne Grabstein für die neue Aufgabe überarbeitet werden. Der Förderverein Diakonie-Hospiz Wannsee ermöglichte den Ankauf im Herbst 2008 durch Spenden.

Manche der Gäste – wie die Schauspielerin im Diakonie-Hospiz Wannsee - haben keine Angehörigen. Einige Gäste wünschen eine anonyme Bestattung. Wiederum Andere haben Angehörige, welche dankbar sind, dass ihnen eine Last abgenommen wird. Nun gibt es einen Ort für ambulant und stationär begleitete Menschen:
- mit einem Grabstein und einer Tafel, auf der die Namen festgehalten werden,
- mit Erinnerung an Menschen, deren Namen sonst nicht auf einem Grabstein stehen würde,
- mit einer Bank zum Verweilen in einer würdigen Umgebung,
- der jederzeit besucht werden kann,
- der durch das Diakonie-Hospiz Wannsee gepflegt wird.

Zur Philosophie des Diakonie-Hospizes Wannsee gehört es, die Gäste auch über den Tod hinaus zu begleiten. Ein weiterer sichtbarer Ausdruck dieser Fürsorge ist das Angebot einer Grabstelle. Wer möchte kann es annehmen.

 
 
 

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